LDR-Brachytherapie beim Prostatakrebs: Bessere Tumorkontrolle als bei einmaliger HDR-Bestrahlung
20.09.2026
LDR-Brachytherapie: Höhere Chancen auf langfristige Tumorkontrolle im Vergleich zur einmaligen HDR-Bestrahlung.
In einer randomisierten Phase-II-Studie in Canada mit 103 Männern mit lokal begrenztem Prostatakrebs mit niedrigem oder mittlerem Risiko zeigte die LDR-Brachytherapie mit dauerhaft eingesetzten Jod-125-Seeds im Vergleich zur einmaligen HDR-Brachytherapie eine bessere Tumorkontrolle. Nach vier Jahren erreichten 78,4 % der LDR-Patienten den definierten PSA-Zielwert, gegenüber 21,2 % der HDR-Patienten. Ein lokales Tumorfortschreiten trat nur bei 2 % der LDR-Patienten versus 13,5 % der HDR-Patienten auf. Allerdings waren Beschwerden beim Wasserlassen und Darmbeschwerden in den ersten sechs Monaten nach LDR häufiger.
Schlussfolgerung: Die LDR-Brachytherapie zeigt nach vier Jahren eine hohe Tumorkontrollrate, geht jedoch in den ersten sechs Monaten mit stärkeren Beschwerden beim Wasserlassen einher. Die HDR-Brachytherapie mit nur einer Bestrahlungssitzung zeigte hingegen eine unzureichende Tumorkontrolle.
Die Ergebnisse gelten ausschließlich für den Vergleich mit einer einmaligen HDR-Bestrahlung und sind nicht auf andere HDR-Behandlungsschemata übertragbar
Quelle: G Morton; Radiother Oncol, 2025 Nov:212:111124.doi: 10.1016/j.radonc.2025.111124. Epub 2025 Sep 8.






